Alles von vorne anfangen

Eine Migration, egal, ob freiwillig oder gezwungenermaßen, bedeutet, dass man alles von vorne anfangen muss. Die neue Sprache, die unbekannte Mentalität, teilweise völlig andere Kultur. All das kann sehr einschüchternd auf Migranten:Innen wirken.

Je nach Alter, Charaktertyp, nach Lebenserfahrung, Bildung und ganz wichtig nach psychischen Gesundheit kann es dauern, bis man in einem neuen Land ankommt. Es kann sogar zwei bis drei Generationen dauern, bis man sich in der neuen Heimat wohlfühlt.


Warum schreibe ich darüber? Ich glaube fest daran, dass jeder dazu beitragen kann, dass wir alle uns in diesem wunderbaren Land wohlfühlen können. Als ich im August 2007 nach Deutschland gekommen bin, konnte ich auch kaum Deutsch und hatte nicht mal Abitur, geschweige den ein abgeschlossenes Studium und einen Beruf. Nur durch Unterstützung meiner (deutschen) Freunde, meiner (deutschen) Gastfamilie konnte ich in Ruhe mich weiter entwickeln und zu der Frau werden, die ich heute bin.


Meine Migration war freiwillig und gut geplant. Jetzt stell dir vor, wie es Geflüchteten z.B. aus Syrien geht. Sie müssen Ihr Land teilweise von heute auf morgen verlassen, denn die Chancen, dass sie dort überleben können, verringern sich mit jedem Tag. Diese Menschen nehmen eine gefährliche Reise auf sich und riskieren ihr Leben, und noch schlimmer, sie riskieren das Leben ihrer Kinder. Diese Menschen machen auf dem Weg oft grausame und traumatische Erfahrungen, die ihnen oft schlaflosen Nächte bereiten. Angekommen in Deutschland können sie endlich durchatmen und wieder sich sicher fühlen. Und hier kommen WIR ins Spiel!


Es gibt viele Möglichkeiten, wie man Geflüchteten beim Ankommen in der neuen Heimat helfen kann. Hier sind ein paar Links für dich, wenn du deinen Beitrag dazu leisten möchtest:

https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/unterstuetzen/engagieren/ehrenamtlich-helfen/

https://www.berlin.de/laf/engagement/

https://www.unhcr.org/dach/de/aktiv-werden

https://www.caritas.de/spendeundengagement/engagieren/ehrenamt/fluechtlinge/engagement-ratgeber

https://www.diakonie.de/wissen-kompakt/wie-ich-mich-fuer-fluechtlinge-engagieren-kann/

Solltest du gar keine Lust haben mit Geflüchteten und Migranten:Innen zu tun zu haben bitte ich um eine Sache. Bitte sei geduldig! Ich weiß, es ist nicht so einfach, aber versuch doch mal dich in ihre Lage zu versetzen. Was würdest du tun, wenn dein Leben und das Leben deiner Liebsten in Gefahr wäre? Ich kann verstehen, dass du Angst hast, dass so viele neue Menschen anderer Kultur und anderen Glaubens nach Deutschland gekommen sind. Und es ist wichtig, dass du deine Sorgen aussprichst! Daher teile ich mit dir einen Link:

http://www.hotline-besorgte-buerger.de/#wollen

Hier kannst du deinen Ärger, deine Wut und deine Sorgen offen kommunizieren. Denn deine Meinung zählt! Alles wird gut und ja, wir schaffen das (zusammen)!

Ich danke dir, dass du bis zum Schluss meinen Beitrag gelesen hast.


From Paulina with Love


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