Gute Ausländer und die die zurück in ihre Heimat sollen!

Hallöchen,


und herzlich willkommen zu meinem ersten Blogeintrag!

Ich erzähle dir eine Geschichte, die vor zwei Jahren stattfand und meine Sicht auf die „Ausländer“ verändert hat. Dazu möchte ich vorab sagen, dass ich selbe eine Ausländerin bin und bin dankbar, hier in Deutschland leben zu dürfen…


Also vor ca. zwei Jahren lernte ich in meinem Urlaub, in Kroatien, Rüdiger kennen. Wir kamen ins Gespräch und er fragte mich, was ich den so beruflich mache und seit wann ich in Deutschland lebe. Ich fand es schon ziemlich strange, dass er so ein großes Interesse an meiner Person hatte, jedoch antwortete ich "brav" auf jede seine Frage. Nach ca. 15 Minuten sagt Rüdiger laut, sodass alle um uns herum ihn hören konnten: „Mensch Paulina, genau solche Ausländer brauchen wir in Deutschland. Du sprichst super Deutsch, du hast studiert, hast einen Job und bist sehr motiviert! Du bist das beste Beispiel, für eine gelungene Integration! Wenn ich mir manche Ausländer angucke, die seit Jahren hier leben und kein Wort Deutsch sprechen, macht mich das wütend!“ Dazu möchte ich erwähnen, dass Rüdiger aus Chemnitz kommt und die Begegnung ereignete sich im September 2018, als rechtsextreme Gruppen in Chemnitz demonstriert haben.


Ich möchte ganz ehrlich gestehen, dass ich erstmal tief Luft eingeatmet habe, bevor ich Rüdiger antworten konnte. Ich erzählte ihm, dass auch ich am Anfang kein Deutsch konnte und nicht mal ein Abitur, geschweige denn ein Studium hatte. Jedoch schüttelte der Rüdi mit seinem Kopf und sagte nur: „Du verstehst das nicht. Bei dir sieht man, dass du sehr motiviert bist. Im Vergleich zu den anderen Ausländern bist du fleißig und willst dich hier integrieren.“ Ich war erstaunt, woher er wissen mag, ob ich motiviert bin oder nicht. Ich merkte, dass ich keine Chance hatte mit Rüdi über dieses Thema zu reden. Ich gab auf und wechselte das Thema und sobald es mir geling auch meinen Gesprächspartner.


Warum erzähle ich diese Geschichte?! Weil ich bereits am nächsten Tag mich geärgert habe, dass ich mich nicht für andere „Migranten und/oder Ausländer“ eingesetzt habe. In seinen Augen sind Ausländer, die hier arbeiten wertvoll und wenn man keinen Job hat, ist man dann weniger Wert?! An diesem Tag beschäftigte ich mich mit der Frage, warum manche Menschen in der Tat gar kein Deutsch sprechen. Warum sind so viele Frauen mit Migrationshintergrund, vor allem die Mütter, arbeitslos? Ich fing an zu Googlen und habe die unten folgende Statistik gefunden.





Ist der Migrationshintergrund ein Nachteil, wenn man in Deutschland lebt? Ich schaute mich in meinem Freundeskreis um und stellt fest, dass meine deutsche Bekannten entweder einen Job oder ein Studium hatten. Wohingegen bei Bekanntenfrauen mit Migrationshintergrund die Anzahl der erwerbsfähigen sehr gering war. Ab dem Zeitpunkt versprach ich mir, dass ich mich dafür einsetzen werde, dass Frauen mit Migrationshintergrund eine Unterstützung von mir in Form von Coaching (Einzel- und Gruppencoachings), Online Kursen und einer Plattform für den täglichen Austausch bekommen. So ist #becomethewoman Bewegung entstanden und sollte ich zumindest einer Frau (mit Migrationshintergrund) geholfen haben Ihr Potential zu entfalten, dann hat es sich schon für mich gelohnt diese Zeilen zu schreiben.


From Paulina with Love



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